Menschenunwürdige Flüchtlingspolitik in der „Festung“ Europa!

Angesichts der stetig ansteigenden Zahl von Flüchtlingen und der menschlichen Tragödien, die sich regelmäßig im Mittelmeerraum abspielen, fordern die Jungen Demokraten die Regierung auf, sich auf europäischer Ebene aktiv für eine kohärente und nachhaltige gemeinsame Asylpolitik einzusetzen.

Quotenverfahren festlegen:

Die gegenwärtigen Auflagen der Asylpolitik, basierend auf dem Dublin III-System, sind ineffizient und in jeglicher Hinsicht vollkommen inakzeptabel. Die Verantwortung über die Flüchtlingsströme lastet fast ausschließlich auf den Schultern der wenigen Mitgliedsstaaten, welche die südliche Außengrenze der EU bilden: Griechenland, Italien, Malta und Spanien. Im Sinne der Solidarität unter den Mitgliedsstaaten der EU wäre es sinnvoller ein Quotenverfahren festzulegen, so dass jedes EU-Mitgliedsland, gemäß seiner Größe, eine gewisse Anzahl von Asylbewerbern aufnehmen müsste, um somit die Staaten Südeuropas finanziell und logistisch zu entlasten.

Lebensbedingungen verbessern:

In einer Gemeinschaft wie der Europäischen Union, welche auf humanistischen Werten und einer historischen Tradition von Emigration und Immigration aufbaut, sollte es vorrangig darum gehen Flüchtlingen zu helfen und menschenunwürdige Lebensbedingungen, wie in den Lagern in Calais, Ceuta, Melilla oder Süd-Italien, zu verhindern. Außerdem werden Flüchtlinge durch ihre prekäre Situation oft Opfer von Ausbeutung, Gewalt und Menschenrechtsverletzungen: untragbare Zustände innerhalb der Europäischen Union! Nachdem das von Italien finanzierte Seenotrettungsprogramm „Mare Nostrum” Ende 2014 eingestellt wurde, trat das Projekt „Triton” der EU-Grenzschutzagentur FRONTEX in Kraft. Die oberste Priorität von FRONTEX ist jedoch eher der Grenzschutz als die Errettung der Flüchtlinge, besonders da die finanziellen Mittel der Agentur stark begrenzt sind. Dass nach wie vor Menschen auf der Flucht vor Krieg, Hunger und Krankheiten auf unseren Gewässern zu Tode kommen, ist vollkommen inakzeptabel und ein Armutszeugnis für die europäische Wertegemeinschaft.

Eine Ausgrenzung sogenannter „Fremde“ an den Grenzen darf es im 21. Jahrhundert nicht mehr geben.  Ein Land wie Luxemburg, dessen kultureller Reichtum durch das Zusammenleben verschiedener Kulturen Symbolcharakter besitzt, muss sich mit aller Entschlossenheit für eine bessere Asylpolitik einsetzen. Zugleich muss der interkulturelle Dialog mit allen Beteiligten gefördert und verbessert werden, damit die progressiven Werte in Europa nicht Weltanschauungen, die von Intoleranz, Fremdenhass, Fundamentalismus und Misogynie geprägt sind, weichen

JDL Nationalkongress: Die Jugend für Politik begeistern

Am Samstag fand in Bad Mondorf der JDL Kongress statt. Dabei wurden 6 von 9 Posten im Exekutivkomitee neu besetzt. Estelle Malané wurde zur neuen Vizepräsidentin gewählt und Claudine Michels tritt die Nachfolge von Jeff Feller als Generalsekretärin an. Derweil wurde Marc Ruppert in seinem Amt als Präsident der Jungen Demokraten bestätigt.

Die JDL blickte auf ein spannendes und ereignisreiches Jahr zurück. Viele junge Menschen haben sich in den letzten Monaten der JDL angeschlossen und zeugen für das durchaus rege Interesse der Jugend an der Politik.

Die JDL hatte sich zum Ziel gesetzt, die Regierungsarbeit kritisch zu begleiten und der Jugend eine starke Stimme zu geben. Zahlreiche Stellungnahmen in den letzten 12 Monaten unterstreichen diese Zielsetzung. So wurden mehr als 14 Standpunkte von den Mitgliedern gestimmt und veröffentlicht. Dabei ging es unter anderem um die Studienbeihilfen, den „Fonds souverain“, den Wohnungsbau, die Jugendarbeitslosigkeit, die gesetzlichen Urlaubstage, die Orientierung in der Schule, die Asylpolitik und die Drogenpolitik, um nur einige zu nennen.

Auf die neue Mannschaft wartet derweil viel Arbeit. Die Jungen Demokraten haben bereits vor mehreren Wochen ihre Referendumskampagne für ein Ja zum Wahlrecht mit 16 und zum Ausländerwahlrecht begonnen. Über die Volksbefragung hinaus, stehen besonders die Jugendorganisationen in der Verantwortung, die Jugend Luxemburgs noch stärker für die Politik zu begeistern.

Mitglieder des neuen Exekutivkomitees: Marc Ruppert (Präsident), Estelle Malané (Vizepräsidentin), Claudine Michels (Generalsekretärin), Mike Arrensdorff (2. Sekretär), Sven Bettendorf (Schatzmeister), David Weis (International Officer), Martine Birkel (Mitglied), Alex Flammant (Mitglied), Michael Agostini (Mitglied)

 DEMOKRATIE ZU LËTZEBUERG 

D’Chrëschtlech-Sozial Jugend, Déi Jonk Gréng, d’Jonk Demokraten an d’Jonk Sozialiste schwätzen sech prinzipiell fir ee Wahlrecht fir Awunner ouni lëtzebuerger Nationalitéit an d’Wahlrecht mat 16 aus. Zesumme wëlle mir ons asetze fir d’Demokratie zu Lëtzebuerg ze moderniséieren an dat iwwert all politesch Weltanschauungen eraus.

D’Wahlrecht fir Awunner ouni lëtzebuerger Nationalitéit

Mir sinn der Meenung, dass d’Wahlrecht net méi un d’Nationalitéit alleng soll gebonne sinn. Den Taux vun den Awunner ouni lëtzebuergesch Nationalitéit leit bei mëttlerweil 44%, a Lëtzebuerg muss Weeër fannen, fir ee groussen Deel vun deene Leit aktiv an ons Demokratie anzebannen. Dëst kann am Beschten iwwert de Wee vun enger Ouverture vum aktive Wahlrecht goen.

Déi am Referendum proposéiert Modalitéiten (eng Residenzzäit vun 10 Joer an d’Obligatioun mussen an Europa-a Gemengewahle matgewielt ze hunn) sinn eiser Meenung no ze restriktiv. Hei musse weider Efforte gemaach gi fir den demokrateschen Defizit ofzebauen an d’Integratioun vun eise Matbierger ouni lëtzebuerger Nationalitéit ze garantéieren.

D’Wahlrecht mat 16 Joer

Déi véier gréisste politesch Jugendorganisatiounen aus dem Land begréissen ee Wahlrecht mat 16 Joer. Jugendlecher, déi sech mat 16 oder 17 Joer fir Politik interesséieren an déi bereet sinn sech op eng Wahllëscht anzeschreiwen, sollen d’Recht kréien, hir Stemm ofzeginn.

D’Chrëschtlech-Sozial Jugend, Déi Jonk Gréng, d’Jonk Demokraten an d’Jonk Sozialiste schwätzen sech an deem Kontext dofir aus, dass d’politesch Bildung an de Schoulen eng méi wichteg Platz muss kréien.

Partizipatiouns- an Diskussiounskultur

D’CSJ, Déi Jonk Gréng, d’JDL an d’JSL begréissen d’Beméiunge vun der Politik, d’Bierger méi anzebannen a si zu Verfassungsännerungen ze befroen. Doriwwer eraus si mir der Meenung, dass d’ Bierger méi systematesch sollen zu wichtege politesche Froe Stellung huelen.

Allerdéngs soll dëst net ouni eng breed Diskussioun am Virfeld geschéien. Mir regrettéieren dass haut, 65 Deeg virum Referendum, dëse breeden Debat an der Gesellschaft nach net genuch stattfonnt huet.

Demokratie-zu-Letzebuerg-2015